Photovoltaik-Montage: Absturzsicherung und Arbeitsschutz auf dem Dach
Mit dem Solar-Boom arbeiten immer mehr Monteure auf Dächern – und genau dort ereignen sich die schwersten Unfälle der Baubranche. Absturz ist die häufigste Ursache für tödliche Arbeitsunfälle am Bau. Wer Photovoltaik montiert, muss den Arbeitsschutz deshalb besonders ernst nehmen.
Warum Dacharbeiten besonders gefährlich sind
Bereits ab einer Absturzhöhe von zwei Metern – an bestimmten Arbeitsplätzen schon darunter – sind Schutzmaßnahmen vorgeschrieben. Geneigte Dächer, Lichtkuppeln, ungesicherte Kanten und Witterung erhöhen das Risiko zusätzlich. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) führt Dacharbeiten als Unfallschwerpunkt.
Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip
- Technisch: Gerüste, Dachfanggerüste, Seitenschutz und Auffangnetze haben Vorrang vor persönlicher Ausrüstung.
- Organisatorisch: Arbeitsbereiche absperren, Wege planen, Material gegen Herabfallen sichern.
- Persönlich: Wo kollektiver Schutz nicht möglich ist, kommt persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (Auffanggurt, Anschlagpunkt) zum Einsatz – nur nach Unterweisung.
Grundlage ist immer die Gefährdungsbeurteilung vor Arbeitsbeginn. Die BG BAU bietet dazu Beratung, Schulungen und konkrete Praxishilfen.
Worauf Auftraggeber achten sollten
Ein seriöser Solarbetrieb arbeitet mit fachgerechter Absturzsicherung – das schützt nicht nur die Monteure, sondern steht auch für saubere, regelkonforme Arbeit. Regionale Fachbetriebe wie Brian Solar zeigen, dass Sicherheit und Qualität zusammengehören.
Das Wichtigste in Kürze
- Absturz ist der Unfallschwerpunkt bei Dacharbeiten.
- Kollektiver Schutz (Gerüst, Netze) hat Vorrang vor persönlicher Schutzausrüstung.
- Pflicht sind Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung vor Montagebeginn.
